Entnahmestrategien für die Rente – 4%-Regel, Monte-Carlo und Alternativen
Umfassende Analyse von Entnahmestrategien: Von der klassischen 4%-Regel über Monte-Carlo-Simulationen bis zu flexiblen Alternativen wie Guardrails und VPW.
Was ist eine Entnahmestrategie?
Eine Entnahmestrategie definiert, wie viel Geld du regelmäßig aus deinem Vermögen entnehmen kannst, ohne dass es vor deinem Lebensende aufgebraucht ist. Die bekannteste ist die 4%-Regel aus der Trinity Study von 1998.
Die 4%-Regel (Trinity Study)
Die 4%-Regel besagt: Entnimm im ersten Jahr 4% deines Portfolios und passe diesen Betrag jährlich an die Inflation an. Bei einem 50/50-Portfolio aus Aktien und Anleihen soll das Geld so mindestens 30 Jahre reichen.
- Ursprung: Bill Bengen (1994), Trinity Study (1998)
- Datengrundlage: US-Markt 1926-1995
- Portfolio: 50% Aktien, 50% Anleihen
- Historische Erfolgsquote: ~95%
Das Renditereihenfolge-Risiko
Das größte Problem der 4%-Regel ist das Sequence of Returns Risk: Schlechte Renditen zu Beginn der Entnahmephase sind katastrophal. Zwei Anleger mit gleicher Durchschnittsrendite können völlig unterschiedliche Ergebnisse haben – je nachdem, wann die Verluste auftreten.
Monte-Carlo-Simulation erklärt
Eine Monte-Carlo-Simulation generiert tausende zufällige Zukunftsszenarien und berechnet für jedes, ob dein Portfolio die Entnahmephase übersteht. Das Ergebnis ist eine statistisch fundierte Erfolgsquote.