Inflation in Deutschland – Entwicklung, Daten und Bedeutung
Alles zur Inflation in Deutschland: Historische Daten seit 1994, aktuelle Inflationsrate, Durchschnittswerte und die Auswirkungen auf dein Erspartes. Mit Charts und Berechnungsbeispielen.
Was ist Inflation?
Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Wenn die Preise steigen, kannst du dir für den gleichen Geldbetrag weniger kaufen – die Kaufkraft deines Geldes sinkt. Die Inflationsrate wird in Deutschland vom Statistischen Bundesamt (Destatis) anhand des Verbraucherpreisindex gemessen.
Inflation in Deutschland – Historische Entwicklung
Der 30-Jahres-Durchschnitt der Inflation in Deutschland liegt bei etwa 2,2%. Die Jahre 2022 (7,9%) und 2023 (5,9%) waren Ausreißer nach oben, ausgelöst durch Energiekrise und Lieferkettenprobleme.
- 5-Jahres-Durchschnitt: ca. 4,0% (durch 2022/2023 verzerrt)
- 10-Jahres-Durchschnitt: ca. 2,8%
- 30-Jahres-Durchschnitt: ca. 2,2%
Auswirkungen der Inflation auf dein Erspartes
Bei 2% jährlicher Inflation verliert Geld, das keine Zinsen erwirtschaftet, kontinuierlich an Wert:
- Nach 5 Jahren: Nur noch 90% der ursprünglichen Kaufkraft
- Nach 10 Jahren: Nur noch 82% der ursprünglichen Kaufkraft
- Nach 20 Jahren: Nur noch 67% der ursprünglichen Kaufkraft
- Nach 35 Jahren: Nur noch 50% der ursprünglichen Kaufkraft
Deshalb ist es wichtig, Geld in Anlagen zu investieren, die mehr als die Inflation erwirtschaften – zum Beispiel in breit gestreute ETFs.
Warum die EZB 2% Inflation anstrebt
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von 2% an. Moderate Inflation ist gut für die Wirtschaft: Sie fördert Konsum und Investitionen, weil Warten teurer wird. Deflation (sinkende Preise) wäre gefährlich, weil Konsumenten Käufe aufschieben würden.