ETF-Vergleich – Finde den besten ETF für dein Portfolio

Vergleiche bis zu 5 ETFs nach Rendite, Risiko und Kosten. Mit historischen Kursdaten, Performance-Charts und allen wichtigen Kennzahlen wie CAGR, Maximum Drawdown, Volatilität und Sharpe Ratio.

Warum sollte ich ETFs vergleichen?

ETFs unterscheiden sich nicht nur in ihrer Kostenstruktur (TER), sondern auch in ihrer Performance, ihrem Risiko und ihrer Zusammensetzung. Selbst ETFs auf den gleichen Index können deutliche Unterschiede aufweisen.

Ein gründlicher Vergleich hilft dir, den ETF zu finden, der am besten zu deiner Anlagestrategie passt – sei es der günstigste, der performancestärkste oder der mit dem besten Risiko-Rendite-Verhältnis.

Wichtige Kennzahlen beim ETF-Vergleich

CAGR (Compound Annual Growth Rate)

Die durchschnittliche jährliche Rendite unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts. Zeigt, wie viel der ETF im Durchschnitt pro Jahr gewonnen hat.

Maximum Drawdown

Der größte Verlust vom Höchststand zum Tiefststand. Wichtig für die Einschätzung, wie viel du in Krisenzeiten zwischenzeitlich verlieren könntest.

Volatilität

Die Schwankungsbreite der Renditen, gemessen als Standardabweichung. Hohe Volatilität bedeutet größere Kursschwankungen und damit mehr kurzfristiges Risiko.

Sharpe Ratio

Rendite pro Risikoeinheit. Je höher, desto besser das Verhältnis von Rendite zu Risiko. Werte über 1,0 gelten als gut, über 2,0 als sehr gut.

TER (Total Expense Ratio)

Die jährlichen Gesamtkosten des ETFs. Niedrigere Kosten bedeuten mehr Rendite für dich. Bei ähnlichen ETFs kann die TER den Unterschied ausmachen.

Tipps für den ETF-Vergleich

  • Vergleiche ETFs auf denselben Index für faire Kosten-/Performance-Bewertung
  • Nutze mindestens 5 Jahre Vergleichszeitraum für aussagekräftige Daten
  • Achte auf die Fondsgröße – größere Fonds sind oft liquider
  • Berücksichtige die Tracking-Differenz neben der TER
  • Prüfe die Replikationsmethode (physisch vs. synthetisch)
  • Bedenke deine steuerliche Situation (ausschüttend vs. thesaurierend)

Beliebte ETF-Vergleiche

  • MSCI World ETFs: iShares vs. Xtrackers vs. Amundi
  • S&P 500 ETFs: Vanguard vs. iShares vs. Invesco
  • MSCI World vs. FTSE All-World
  • Thesaurierend vs. Ausschüttend
  • Developed Markets vs. Emerging Markets

ETF-Vergleich

Vergleiche bis zu 5 ETFs nach Rendite, Drawdown, Volatilität und weiteren wichtigen Kennzahlen

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Warum solltest du ETFs vergleichen?

ETFs auf denselben Index sind nicht alle gleich. Sie unterscheiden sich in Kosten (TER), Performance, Tracking-Differenz und Ausschüttungspolitik.

Ein sorgfältiger Vergleich kann über 30 Jahre mehrere tausend Euro Unterschied ausmachen – bei gleichem Index!

Außerdem hilft ein Vergleich zu verstehen, wie unterschiedliche Indizes in verschiedenen Marktphasen performen.

Die Geschichte vom billigen und teuren MSCI World

Diese wahre Geschichte zeigt, warum Kostenvergleiche so wichtig sind:

2010 legte ein Anleger 50.000 € in einen MSCI World ETF mit 0,50% TER. Sein Freund wählte einen günstigeren mit 0,20% TER.

Beide Fonds bildeten denselben Index ab. Der Unterschied von 0,30% pro Jahr klingt vernachlässigbar.

15 Jahre später hatte der erste Anleger etwa 127.000 €. Der zweite? Fast 132.000 €.

Der Unterschied von 5.000 € kam allein durch die niedrigeren Kosten zustande – bei identischer Marktentwicklung.

0,30% Kostenunterschied = 5.000 € weniger Vermögen nach 15 Jahren. Bei längerer Laufzeit wird der Effekt noch dramatischer.

Die TER ist nicht alles, aber sie ist ein wichtiger Faktor. Vergleiche immer die Gesamtkosten ähnlicher ETFs.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

CAGR (Rendite p.a.)Durchschnittliche jährliche Rendite mit Zinseszinseffekt – der wichtigste Performance-Indikator
Maximum DrawdownGrößter Verlust vom Hoch zum Tief – zeigt das Worst-Case-Szenario in Krisen
VolatilitätStandardabweichung der Renditen – Maß für die Schwankungsbreite und kurzfristiges Risiko
Sharpe RatioRendite pro Risikoeinheit – je höher, desto besser das Rendite-Risiko-Verhältnis
TERTotal Expense Ratio – jährliche Kosten, die von der Rendite abgezogen werden
Tracking-DifferenzAbweichung vom Index – kann positiv oder negativ sein, zeigt die wahren Kosten

Was bedeutet Maximum Drawdown?

Stell dir vor, dein ETF steht bei 10.000 €. Dann kommt ein Crash und er fällt auf 6.500 €.

Der Maximum Drawdown beträgt -35%. Das ist der Verlust, den du zwischenzeitlich 'ertragen' musstest.

Der MSCI World hatte 2008/09 einen Drawdown von ca. -50%. Der MSCI World Minimum Volatility nur -40%.

💡 Der Drawdown zeigt, wie viel Nervenstärke ein ETF erfordert. Wer bei -30% nicht schlafen kann, braucht defensive ETFs.

Die Sharpe Ratio verstehen

Die Sharpe Ratio ist DAS Maß für risikoadjustierte Rendite:

👉 Sharpe Ratio = (ETF-Rendite - Risikoloser Zins) ÷ Volatilität

Sharpe < 0,5: Schwache risikoadjustierte Rendite
Sharpe 0,5-1,0: Akzeptable risikoadjustierte Rendite
Sharpe > 1,0: Gute risikoadjustierte Rendite
Sharpe > 2,0: Exzellent (sehr selten langfristig)

Beliebte ETF-Vergleiche

MSCI World vs. FTSE All-World: Der FTSE enthält zusätzlich Schwellenländer – breitere Diversifikation, aber ähnliche Rendite.

Thesaurierend vs. Ausschüttend: Steuerlich seit 2018 nahezu gleichgestellt. Thesaurierer für Vermögensaufbau, Ausschütter für Cash-Flow.

S&P 500 vs. MSCI World: Der S&P hat historisch höhere Renditen, aber auch höheres USA-Klumpenrisiko.

MSCI World vs. MSCI ACWI: Der ACWI enthält 11% Schwellenländer – mehr Diversifikation, leicht niedrigere historische Rendite.

Typische Fehler beim ETF-Vergleich

1

Nur auf TER schauen

Die Tracking-Differenz ist oft aussagekräftiger als die Kostenquote

2

Zu kurzer Zeitraum

Mindestens 5 Jahre vergleichen, besser 10+ für aussagekräftige Daten

3

Äpfel mit Birnen vergleichen

Vergleiche nur ETFs auf denselben oder sehr ähnliche Indizes

4

Performance-Chasing

Der beste ETF der letzten 3 Jahre ist nicht automatisch der beste für die nächsten 3

5

Währungseffekte ignorieren

Bei USD-ETFs kann der Wechselkurs die Rendite verfälschen

Tipps für den ETF-Vergleich

1

Gleichen Index vergleichen

Nur so sind Kosten und Tracking-Differenz fair vergleichbar

2

Fondsgröße beachten

Größere Fonds (>500 Mio. €) sind liquider und haben geringere Spreads

3

Domizil prüfen

Irland ist für deutsche Anleger steuerlich oft günstiger als Luxemburg

4

Replikationsmethode

Physisch (Sampling) oder synthetisch – beide haben Vor- und Nachteile

5

Spread beachten

Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist ein versteckter Kostenfaktor

Wichtiger Hinweis

Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen und Berechnungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Berechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen und historischen Durchschnittswerten. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle Angaben ohne Gewähr.