Vermögen aufbauen – Sparziel berechnen

Berechne wie viel du monatlich sparen musst, um dein Vermögensziel zu erreichen. Der Vermögensaufbau-Rechner zeigt dir verschiedene Szenarien basierend auf Rendite, Sparrate und Zeithorizont.

Vermögensaufbau – Die Grundlagen

Vermögensaufbau basiert auf drei Säulen: Sparrate (wie viel du investierst), Zeit (wie lange du investierst) und Rendite (wie sich dein Geld vermehrt). Zeit ist dabei der mächtigste Hebel – dank des Zinseszinseffekts.

Finanzexperten empfehlen, 10-20% des Nettoeinkommens zu sparen. Wichtig: Erst einen Notgroschen aufbauen (3-6 Monatsgehälter), dann langfristig investieren.

Wie viel musst du für dein Ziel sparen?

Beispiele bei 7% durchschnittlicher Rendite (MSCI World historisch):

  • 50.000€ in 10 Jahren: ca. 290€ monatlich
  • 100.000€ in 15 Jahren: ca. 320€ monatlich
  • 100.000€ in 20 Jahren: ca. 190€ monatlich
  • 250.000€ in 25 Jahren: ca. 310€ monatlich
  • 500.000€ in 30 Jahren: ca. 420€ monatlich

Je früher du anfängst, desto weniger musst du monatlich sparen, um dasselbe Ziel zu erreichen.

Finanzielle Freiheit berechnen

Finanzielle Freiheit bedeutet, dass dein Vermögen genug Erträge generiert, um deine Lebenshaltungskosten zu decken – ohne arbeiten zu müssen.

Die 4%-Regel besagt: Du kannst jährlich 4% deines Vermögens entnehmen, ohne es aufzubrauchen. Das bedeutet: Du benötigst das 25-fache deiner jährlichen Ausgaben.

  • 2.000€/Monat Ausgaben → 600.000€ Vermögen nötig
  • 3.000€/Monat Ausgaben → 900.000€ Vermögen nötig
  • 4.000€/Monat Ausgaben → 1.200.000€ Vermögen nötig

Tipps für erfolgreichen Vermögensaufbau

  • Früh starten: Zeit ist wichtiger als die Sparrate
  • Automatisieren: Dauerauftrag zum Monatsbeginn einrichten
  • Kosten minimieren: Günstige ETFs statt teurer Fonds
  • Breit streuen: Welt-ETF für maximale Diversifikation
  • Diszipliniert bleiben: Auch bei Kursrückgängen weitersparen
  • Sparrate erhöhen: Bei Gehaltserhöhung auch mehr sparen

Sparplan für die Rentenlücke

Berechne, wie viel du monatlich sparen musst, um deine Rentenlücke zu schließen

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Was ist systematischer Vermögensaufbau?

Vermögensaufbau bedeutet, durch regelmäßiges Sparen und kluges Investieren ein Kapitalpolster aufzubauen, das dir finanzielle Freiheit ermöglicht.

Anders als beim klassischen Sparen geht es beim Vermögensaufbau darum, dein Geld für dich arbeiten zu lassen – durch Renditen am Kapitalmarkt.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in drei Faktoren: Früh anfangen, regelmäßig investieren und langfristig durchhalten.

Die Geschichte der zwei Freunde

Diese Geschichte zeigt, warum der Zeitpunkt des Startens wichtiger ist als die Höhe der Sparrate:

Anna beginnt mit 25 Jahren, monatlich 200 € zu investieren. Nach 10 Jahren hört sie auf – insgesamt hat sie 24.000 € eingezahlt.

Ihr Freund Ben wartet und beginnt erst mit 35 Jahren. Er investiert die gleichen 200 € monatlich, aber für 30 Jahre – insgesamt 72.000 €.

Bei 7% Rendite pro Jahr hat Anna mit 65 Jahren etwa 365.000 € – obwohl sie nur 10 Jahre eingezahlt hat.

Ben hat trotz 30 Jahren Sparzeit nur etwa 244.000 € – weniger als Anna, obwohl er dreimal so viel eingezahlt hat!

Anna hat 24.000 € investiert und 365.000 € erhalten. Ben hat 72.000 € investiert und nur 244.000 € erhalten. Der Unterschied? 10 Jahre früher starten!

Die Zeit ist beim Vermögensaufbau der größte Hebel. Wer früh anfängt, muss weniger sparen, um mehr zu erreichen.

Die zwei Phasen des Vermögensaufbaus

Der Vermögensaufbau besteht aus zwei Phasen: Der Ansparphase (Accumulation) und der Entsparphase (Decumulation).

In der Ansparphase baust du Vermögen auf – durch regelmäßige Einzahlungen und den Zinseszinseffekt wächst dein Kapital exponentiell.

In der Entsparphase lebst du von deinem Vermögen. Hier ist die Kunst, genug zu entnehmen, ohne dass das Kapital zu früh aufgebraucht ist.

Die 4%-Regel besagt: Wenn du jährlich maximal 4% deines Vermögens entnimmst, reicht es statistisch für mindestens 30 Jahre.

Konkretes Rechenbeispiel

Du bist 30 Jahre alt und möchtest mit 60 in Rente gehen. Du sparst 400 € monatlich bei 7% Rendite.

Nach 30 Jahren hast du etwa 489.000 € angespart – aus nur 144.000 € Eigenleistung!

Mit der 4%-Regel kannst du dir davon monatlich ca. 1.630 € auszahlen – und das Kapital wächst trotzdem weiter.

💡 Die Kombination aus langem Anlagehorizont und Zinseszinseffekt macht aus kleinen monatlichen Beträgen ein beachtliches Vermögen.

Die 4%-Regel erklärt

Die 4%-Regel stammt aus der Trinity-Studie und ist eine Faustregel für die Entnahmephase:

👉 Entnimm maximal 4% deines Vermögens pro Jahr, angepasst an die Inflation.

500.000 € Vermögen × 4% = 20.000 € pro Jahr = 1.667 € pro Monat
1.000.000 € Vermögen × 4% = 40.000 € pro Jahr = 3.333 € pro Monat
Um 2.000 € monatlich zu entnehmen, brauchst du ca. 600.000 € Vermögen

Vermögensziele nach Zielen

Finanzielle Sicherheit6 Monatsausgaben als Notgroschen + laufende Altersvorsorge
Finanzielle UnabhängigkeitPassives Einkommen deckt 50% der Ausgaben
Finanzielle FreiheitPassives Einkommen deckt 100% der Ausgaben (FIRE)
Coast FIREGenug gespart, dass es ohne weitere Einzahlungen zur Rente reicht
Fat FIREMehr als genug für einen luxuriösen Lebensstandard

Die wichtigste Regel beim Vermögensaufbau

Reichtum besteht nicht darin, große Einnahmen zu haben, sondern wenig Bedürfnisse.

Epikur

Vermögensaufbau ist nicht nur eine Frage des Einkommens. Die Sparquote ist oft wichtiger als das Gehalt.

Jemand mit 3.000 € netto und 1.000 € Sparrate baut schneller Vermögen auf als jemand mit 5.000 € netto und 500 € Sparrate.

Die Lifestyle-Inflation – also steigende Ausgaben bei steigendem Einkommen – ist der größte Feind des Vermögensaufbaus.

Asset Allocation nach Lebensphase

20-35 Jahre80-100% Aktien – Langer Horizont erlaubt hohes Risiko
35-50 Jahre60-80% Aktien – Langsam sicherere Anlagen beimischen
50-60 Jahre40-60% Aktien – Mehr Anleihen und sichere Anlagen
60+ Jahre20-40% Aktien – Kapitalerhalt wird wichtiger als Wachstum

Die 5 größten Fehler beim Vermögensaufbau

1

Zu spät anfangen

Jedes Jahr Aufschub kostet dich tausende Euro an entgangenen Zinsen

2

Zu konservativ anlegen

Tagesgeld verliert real an Wert – nur Aktien schlagen langfristig die Inflation

3

Bei Crash verkaufen

Panikverkäufe realisieren Verluste – Durchhalten wird belohnt

4

Lifestyle-Inflation

Gehaltserhöhungen sollten mindestens zur Hälfte gespart werden

5

Kein Plan für die Entnahme

Vermögensaufbau ohne Entnahmeplan ist nur die halbe Miete

Dein Weg zum Vermögensaufbau

1

Notgroschen aufbauen

3-6 Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto als Fundament

2

Schulden tilgen

Konsumschulden haben Priorität – außer zinsgünstige Immokredite

3

Sparrate festlegen

Mindestens 10-20% des Nettoeinkommens, besser mehr

4

Depot eröffnen

Günstiger Broker mit ETF-Sparplänen (Trade Republic, Scalable, etc.)

5

ETF-Sparplan starten

Ein breit gestreuter Welt-ETF reicht für den Anfang völlig aus

Wichtiger Hinweis

Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen und Berechnungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Berechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen und historischen Durchschnittswerten. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle Angaben ohne Gewähr.