Depot-Analyse – Portfolio Risiko & Rendite berechnen

Depot-Analyse

Analysiere dein Portfolio nach der Modernen Portfolio Theorie: Sharpe Ratio, Volatilität mit Korrelationen und Diversifikations-Score.

Portfolio-Allokation
Gesamt:100%

Hauptanlagen

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Alternative

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Krypto

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Asset-Allokation
Erwartete Rendite
5,7 %
pro Jahr
Volatilität
10,1 %
Gewichtet: 12,5 %
Sharpe Ratio
0,32
Verbesserbar
Max. Drawdown
-39,2 %
Geschätzter max. Verlust
Diversifikations-Score
58
/ 100
Bewertung:gut
Asset-Klassen:4
Größte Position:Aktien (60%)
Diversifikationseffekt:-19% Volatilität
Empfehlungen
Diversifikation wirkt!
Durch die Kombination verschiedener Asset-Klassen ist deine Portfolio-Volatilität 19% niedriger als bei einer einfachen Gewichtung. Das ist der "Free Lunch" der Diversifikation!
Vergleich mit Benchmarks

So berechnen wir das

  • Renditen & Volatilitäten: Langfristige historische Durchschnitte (20+ Jahre).
  • Portfolio-Volatilität: Berechnet nach der Modernen Portfolio Theorie (Markowitz) mit Korrelationsmatrix.
  • Sharpe Ratio: (Rendite − risikofreier Zins 2,5%) ÷ Volatilität.
  • ETF-Zuordnung: ETFs werden automatisch Asset-Klassen zugeordnet (manuell änderbar).

Hinweis: Historische Daten sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Was macht diese Analyse?

Die Depot-Analyse bewertet dein Portfolio nach wissenschaftlichen Kriterien der Modernen Portfolio Theorie (MPT), entwickelt von Nobelpreisträger Harry Markowitz.

Die zentrale Idee: Es geht nicht nur darum, wie viel Rendite du erzielst, sondern wie viel Risiko du dafür eingehst. Ein gutes Portfolio maximiert die Rendite pro Risikoeinheit – nicht die absolute Rendite.

Die Analyse berücksichtigt dabei, dass verschiedene Anlageklassen unterschiedlich stark zusammen schwanken (Korrelation). Gold steigt oft, wenn Aktien fallen – das reduziert das Gesamtrisiko deines Portfolios.

Der Diversifikations-Score erklärt

Der Diversifikations-Score (0-100) zeigt dir auf einen Blick, wie gut dein Portfolio gegen verschiedene Marktszenarien abgesichert ist. Er setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen:

📊 Anzahl der Asset-Klassen

Mehr verschiedene Anlageklassen = bessere Diversifikation. Ein Portfolio nur aus Aktien bekommt weniger Punkte als eines mit Aktien, Anleihen und Gold.

⚖️ Gleichmäßige Verteilung

Ein Portfolio mit 95% Aktien und 5% Gold ist weniger diversifiziert als eines mit 60% Aktien und 40% Anleihen. Klumpenrisiken werden bestraft.

🔄 Korrelations-Bonus

Assets die gegenläufig schwanken (z.B. Aktien und Gold) geben Extra-Punkte. Das ist der "Diversifikationseffekt" – dein Portfolio schwankt weniger als die Summe der Teile.

📈 Bewertungsskala

  • 65-100: Hervorragend diversifiziert
  • 50-64: Gut diversifiziert
  • 35-49: Mäßig diversifiziert
  • 0-34: Schwach diversifiziert

💡 Tipp: Ein Score von 100 ist praktisch unmöglich, weil das eine perfekt gleichmäßige Verteilung über alle 8 Asset-Klassen erfordern würde. Ein Score von 50-70 ist für die meisten Anleger ein guter Zielbereich.

Die Sharpe Ratio verstehen

Die Sharpe Ratio (benannt nach William Sharpe, ebenfalls Nobelpreisträger) ist die wichtigste Kennzahl für risikobewusste Anleger. Sie beantwortet die Frage:

"Wie viel Rendite bekomme ich pro Einheit Risiko, die ich eingehe?"

Sharpe Ratio = (Portfolio-Rendite − Risikofreier Zins) ÷ Volatilität

Was bedeutet das in einfachen Worten?

🎯

Portfolio-Rendite

Die erwartete jährliche Rendite deines Portfolios (z.B. 6%)

🏦

Risikofreier Zins (2,5%)

Was du ohne Risiko auf dem Tagesgeld bekommst. Wird abgezogen, weil nur die Extra-Rendite über dem risikolosen Zins zählt.

📉

Volatilität

Wie stark dein Portfolio schwankt. Hohe Volatilität = große Kursschwankungen = mehr Risiko.

< 0,3

Schwach – Das Risiko lohnt sich kaum

0,3 - 0,5

Akzeptabel – Durchschnittliches Verhältnis

> 0,5

Gut – Effizientes Risiko-Rendite-Verhältnis

⚠️ Wichtig: Eine hohe Sharpe Ratio bedeutet nicht automatisch hohe Rendite! Ein Tagesgeldkonto hat theoretisch eine sehr hohe Sharpe Ratio (niedrige Volatilität), aber bringt kaum Rendite. Die Sharpe Ratio hilft dir, Portfolios mit ähnlichem Risiko zu vergleichen.

Was sind Benchmarks und warum erreicht keiner 100%?

Benchmarks sind Vergleichsportfolios, mit denen du dein eigenes Portfolio messen kannst. Sie zeigen dir: "Wie schneidet mein Portfolio im Vergleich zu bewährten Strategien ab?"

Unsere Benchmarks im Überblick:

📈 100% Aktien (MSCI World)

Maximale Rendite, aber auch maximales Risiko. Nur für Anleger mit sehr langem Anlagehorizont und starken Nerven (bis zu -50% Verlust möglich).

⚖️ 60/40 Portfolio

Der Klassiker: 60% Aktien, 40% Anleihen. Ausgewogenes Verhältnis zwischen Rendite und Sicherheit. War jahrzehntelang der Standard für die meisten Anleger.

🌦️ All-Weather (Ray Dalio)

Entwickelt vom Hedgefonds-Manager Ray Dalio. Soll in jedem Marktumfeld funktionieren: 30% Aktien, 40% Anleihen, 15% Gold, 15% Rohstoffe.

🇩🇪 Kommer Weltportfolio

Nach dem deutschen Finanzexperten Gerd Kommer. Breite Diversifikation über alle Asset-Klassen mit Fokus auf Aktien.

❓ Warum erreicht kein Benchmark 100 Punkte?

Die Kennzahlen (Sharpe Ratio, Diversifikations-Score) sind keine Prozentskalen bis 100. Sie messen verschiedene Aspekte:

  • Sharpe Ratio kann theoretisch jeden Wert annehmen. Werte über 1,0 sind bereits außergewöhnlich gut. Die meisten guten Portfolios liegen zwischen 0,3 und 0,7.
  • Diversifikations-Score: 100 würde bedeuten, dass du perfekt gleichmäßig in alle 8 Asset-Klassen investiert bist UND maximale Korrelationsvorteile hast – das ist in der Praxis weder sinnvoll noch erreichbar.
  • Rendite und Volatilität sind historische Durchschnittswerte, keine Ziele. 8% Rendite bei 17% Volatilität ist für Aktien völlig normal.

💡 Der richtige Vergleich: Schau nicht auf absolute Zahlen, sondern vergleiche dein Portfolio mit den Benchmarks. Hast du eine bessere Sharpe Ratio als das 60/40 Portfolio? Dann nutzt du dein Risiko effizienter!

Zusammenfassung: Was solltest du mitnehmen?
1

Diversifikation senkt Risiko: Verschiedene Asset-Klassen zusammen schwanken weniger als jede einzelne.

2

Sharpe Ratio zeigt Effizienz: Nicht die höchste Rendite zählt, sondern das beste Verhältnis von Rendite zu Risiko.

3

Benchmarks zum Vergleichen: Nutze sie als Orientierung, nicht als absolute Ziele.

4

Kein Portfolio ist perfekt: Das Ziel ist nicht 100%, sondern ein Portfolio, das zu deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft passt.

Wichtiger Hinweis

Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen und Berechnungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Berechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen und historischen Durchschnittswerten. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle Angaben ohne Gewähr.